Wie erkenne ich, ob die Kuhmilchallergie bei meinem Kind noch vorhanden ist?

Kinder mit einer Nahrungsmittelallergie haben sehr gute Heilungschancen. Das ist für Eltern und Betroffene ein wichtiger Trost. Untersuchungen belegen eindeutig, dass die Allergie bei dem Großteil der Kinder mit zunehmendem Alter von selbst verschwindet. Aber wann ist der „Spuk“ vorbei und wie teste ich die Verträglichkeit am besten. Das sind Fragen, die viele Eltern beschäftigen.
Bei bestehender Kuhmilchallergie sollte nach der Diagnose durch den Arzt in regelmäßigen Abständen überprüft werden, ob die Allergie noch vorhanden ist oder ob die Milch schon wieder vertragen wird. Die sogenannte „orale Provokation“, also die Belastung mit dem Allergen „Milch“ sollte zunächst ganz vorsichtig in sehr kleinen Mengen nach etwa 6-18 Monaten milchfreier Ernährung durchgeführt werden. Als Reaktionen können Durchfall, Erbrechen oder Hautauschläge auftreten. Leider kann es in seltenen Fällen auch zu heftigen Reaktionen kommen, die sofort medizinisch behandelt werden müssen. Wie ein Kind auf eine erneute Allergenbelastung reagieren wird, das können auch Experten nicht sicher beurteilen. Um im Notfall optimale Unterstützung geben zu können, sollte eine Belastung immer unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden. Hat das Kind schon früher sehr heftige Symptome gezeigt, wird der Kinderarzt eine Belastung in der Klinik empfehlen. Ansonsten kann sie auch beim behandelnden Kinderarzt durchgeführt werden. Kuhmilchgaben zu Hause oder bei Freunden oder Verwandten sollten unbedingt vermieden werden. Bei Fragen wenden Sie sich bitte immer auch an Ihren Kinderarzt.


