Neurodermitis und Nahrungsmittelallergien
30.01.2014 16:57 Alter: 4 yrs

Neurodermitis und Nahrungsmittelallergien

Zwischen Neurodermitis und Nahrungsmittelallergien besteht meist ein Zusammenhang. Experten raten vor allem bei Kindern mit Neurodermitis den Verdacht zu prüfen.


Egal ob man von Neurodermitis, atopischer Dermatitis oder atopischem Ekzem spricht, insgesamt handelt es ich dabei um eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, die meist in Schüben verläuft und oft von starkem Juckreiz begleitet wird.  

Typische Beschwerden sind rote, schuppende, teilweise auch nässende Ekzeme, die sich vor allem an am Kopf und im Gesicht, aber auch im Nacken, an Beinen und Händen  und Gelenkbeugen bilden.  Besonders unangenehm ist der heftige Juckreiz, denn Babys  wie Kleinkinder kratzen sich deswegen oft ungewollt blutig.

Schon lange ist man auf der Suche nach den Auslösern. Neuere Untersuchungen legen nahe, dass eine gestörte Barrierefunktion der Haut  für die Entstehung der Beschwerden verantwortlich ist.  Die Haut bildet meist weniger Fett, verliert mehr Feuchtigkeit und ist anfälliger für Keime aus der Umgebung. Daher ist die Haut oft rau und rissig und neigt zu Entzündungen. Deswegen ist eine angepasste Hautpflege ein wichtiger Bestandteil im Rahmen der Gesamttherapie.

Weiterhin hat sich in Untersuchungen gezeigt, dass zwischen Nahrungsmittelallergien und Neurodermitis ein enger Zusammenhang besteht. So haben 33-50% aller Kinder mit einer Neurodermitis eine Nahrungsmittelallergie. Häufigster Allergieauslöser sind dabei Milch und Ei gefolgt von Nüssen und Soja. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass je deutlicher das Beschwerdebild einer Neurodermitis ausgeprägt ist, desto höher ist das Risiko für das Vorliegen einer Nahrungsmittelallergie.  Daher raten Experten heutzutage bei Kindern mit Neurodermitis frühzeitig den Verdacht auf Nahrungsmittelallergie zu prüfen.  

Für einen sicheren Befund sollte zusätzlich zu Haut- und Blutuntersuchungen  eine allergenarme Eliminationsdiät mit anschließender Provokation durchgeführt werden.  Diese Verfahrensweise erfordert zwar Geduld, ist aber die beste Möglichkeit Allergien nachzuweisen oder eben auch auszuschließen. Denn man möchte Ernährungseinschränkungen bei Säuglingen und Kleinkindern nur dann anordnen, wenn sie eindeutig nachgewiesen sind. Bessern sich jedoch die Beschwerden während der Kostumstellung, kann man Kindern so schnell und einfach eine beschwerdefreie Entwicklung ermöglichen.

Bei Verdacht auf Kuhmilchallergie wird in der Praxis meist folgende Vorgehensweise vorgeschlagen:

Babys oder Kleinkinder werden für 2-4 Wochen konsequent milchfrei ernährt. Stillende Mütter verzichten dann in ihrer Ernährung vollständig auf die häufigsten Allergene wie Milch, Ei, Soja, Nüsse und Fisch. Alle anderen bekommen anstelle der herkömmlichen Säuglingsmilch oder der Milch und Milchprodukte eine non-allergene Spezialnahrung wie Neocate. Für einen zuverlässigen Befund sind vor allem Aminosäure-basierte Nahrungen geeignet. Aminosäuren sind die kleinsten Bausteine eines Eiweiß. Sie haben den großen Nutzen, dass sie praktisch keine allergischen Reaktionen mehr auslösen.  Sie gelten damit als „non-allergen“. 

Bessern sich dabei die Hautbeschwerden des Kindes, ist das Vorliegen einer Nahrungsmittelallergie sehr wahrscheinlich. Um zufällige Besserungen auszuschließen, bekommt das Kind nun unter ärztlicher Anleitung erneut geringe Mengen an Milch oder eine herkömmliche Säuglingsnahrung. Treten die bekannten Beschwerden erneut auf, gilt der Verdacht als bestätigt und die milchfreie Ernährung wird fortgesetzt. Als Ersatz für Milch und Milchprodukte können Ärzte für eine altersgemäße Entwicklung non-allergene Spezialnahrungen auch über das erste Lebensjahr hinaus verordnen.

Neben der Ernährung kann sich eine Vielzahl weiterer Faktoren ungünstig auf das Hautbild auswirken.  Aufgrund des individuellen Reaktionsmusters gibt es keine einheitlichen Therapieempfehlungen.  Vielmehr gilt es in der Praxis durch sorgfältige Beobachtung  herauszufinden, welche Faktoren beim jeweiligen Kind die Hautbeschwerden  zusätzlich provozieren. 

Zu den möglichen Auslösern zählen, u.a. Haut reizende Textilien, wie z.B. Wolle , Etiketten, Nähte, Überwärmung der Haut durch Schwitzen oder feuchtes Milieu, unangemessene Hautreinigung, Tabakrauch, Allergien auf Haustaubmilben, Tierhaare oder Pollen, klimatische Umstände wie extreme Kälte, Trockenheit oder Schwüle, aber auch Infektionen oder emotionale Faktoren können eine Rolle spielen. Um mögliche Auslöser möglichst schnell herauszufinden, empfiehlt es sich ein Ernährungstagebuch zu führen. Darin werden neben dem Hautzustand alle relevanten Einflussfaktoren wie Ernährung, Klima, Wetter, besondere Ereignisse, begleitende Infekte und ähnliches aufgelistet. So erhält man wichtige Informationen zu möglichen Verstärkern oder Triggerfaktoren und kann gezielter behandeln.

Für eine individuell angepasste Therapie wenden Sie sich bitte bevorzugt an einen allergologisch spezialisierten Kinderarzt oder Hautarzt. Ernährungsumstellungen sollten nie auf eigene Faust durchgeführt werden, sondern  nur bei gesicherter Diagnose in Absprache mit einer spezialisierten Ernährungsfachkraft erfolgen.  Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Ernährung trotz möglicher Ernährungsumstellungen ausgewogen, kindgerecht und lecker ist.

Leider wird noch immer nur 10-20% aller Kinder mit einer Nahrungsmittelallergie erkannt. Haben Sie in Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis Kinder mit Neurodermitis, so leiten Sie diese Botschaft einfach weiter. 


Was ist Neocate?

Neocate ist eine Säuglings- und Kindernahrung auf Basis von freien, nicht-allergenen Aminosäuren. Sie bietet eine sichere Ernährung bei Kuhmilchallergie. In Neocate ist alles enthalten, was Ihr Kind für ein gesundes Wachstum und eine gute Entwicklung braucht – ganz ohne Kuhmilchallergene.

Wichtiger Hinweis für die Ernährung Ihres Babys

Stillen ist das Beste für Ihr Baby. Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt, wenn Sie eine Spezialnahrung wie Neocate verwenden möchten.

Kostenlose Kuhmilchallergie-Careline:

Für Ihre Fragen rund um das Thema Ernährung bei Kuhmilchallergie sowie Anwendung der Neocate Produkte steht Ihnen das Expertenteam der Nutricia Careline gerne zur Verfügung. Sie erreichen uns montags bis freitags von 8:30 Uhr bis 17:00 Uhr unter der kostenfreien Telefonnummer
0800 / 63 62 283 oder per E-Mail >>

Können wir
Ihnen helfen

Haben Sie Fragen zu Neocate oder benötigen Sie mehr Informationen zu Kuhmilchallergie? Rufen Sie uns montags bis freitags von 08:30 – 17:00 Uhr kostenlos an unter: 0800 / NEOCATE | 0800 / 63 62 283


Rückrufbitte Kontaktformular