Allergie, Intoleranz und Unverträglichkeit: Was ist was? | Neocate

Allergie oder Unverträglichkeit: Was ist was?

Immer häufiger reagieren Babys und Kleinkinder nach dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel mit Unverträglichkeiten. 

Sie können zu jedem Zeitpunkt auftreten. Die damit einhergehenden Beschwerden können unterschiedliche Organsysteme, wie die Haut, den Magen-Darm-Trakt oder die Atemwege betreffen. Dies erklärt das vielfältige Beschwerdebild der betroffenen Kinder.

Darüber hinaus können Symptome sowohl unmittelbar nach dem Verzehr der Nahrungsmittel als auch deutlich verzögert auftreten. Bei manchen Kindern äußern sich die Beschwerden erst 24-48 Stunden nach Kontakt mit dem Allergen. Dies ist bei der Diagnostik zu berücksichtigen.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten beruhen vor allem auf einer individuellen Empfindlichkeit gegenüber einem Nahrungsmittelinhaltsstoff. Dabei unterscheidet man neben Reaktionen, die über das Immunsystem vermittelt werden auch Unverträglichkeiten, die ohne Beteiligung des Immunsystems erfolgen. Die immun-vermittelten Reaktionsformen werden als Nahrungsmittelallergie eingestuft. Die nicht-immun-vermittelten Formen zählen im medizinischen Sinn zu den Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

Typisch für die nicht-immun-vermittelten Reaktionen sind Unverträglichkeiten, die z.B. auf einem Enzymmangel bzw. -verlust beruhen. In der Praxis spielt vor allem die Laktoseintoleranz eine Rolle. Die Folgen eines Enzymdefektes sind Verdauungs- und Resorptionsbeschwerden, die sich in Form von Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall äußern. Jedoch tritt eine Laktoseintoleranz bei Säuglingen und Kleinkindern sehr selten auf. Von ihr sind eher ältere Kinder oder Erwachsene betroffen.

In der Ernährung von Babys und Kleinkindern kommt den immun-vermittelten Reaktionen die größte Bedeutung zu. Wenn Babys und Kleinkinder die Nahrung nicht vertragen, dann liegt meist eine Allergie vor. Diese Art der Nahrungsmittelunverträglichkeit wird über das körpereigene Immunsystem vermittelt. Dabei erkennt das kindliche Immunsystem einen harmlosen Inhaltsstoff aus der Ernährung vermeintlich als „fremd“ an. Meist alarmieren Eiweißstrukturen in der Ernährung die körpereigenen Abwehrkräfte. Als Antwort auf den „Fremdstoff“ setzt der Körper eine Abwehrreaktion in Gang, die sich über vielfältige Beschwerden manifestieren kann.

Neben Soja, Weizen, Fisch und Nüssen gehören vor allen Dingen Milch und Ei zu den häufigsten Allergieauslösern im Kindesalter.

Der Nachweis einer Allergie fällt nicht immer leicht, denn nur bei einem Teil der immun-vermittelten Reaktionen werden spezifische Abwehrstoffe, die Immunglobuline des Typs E freigesetzt. Der Nachweis dieser spezifischen Abwehrstoffe im Blut ist ein wichtiger Hinweis auf eine möglicherweise bestehende Nahrungsmittelallergie.

Allerdings gibt es Ausnahmen. Manche Nahrungsmittel lösen im Organismus unspezifische Abwehrmechanismen aus, d.h. es kommt zwar zu immunologischen Reaktionen, die aber ohne Beteiligung des IgE stattfinden. Auch hier kommt es bei Allergenbelastung zu deutlich erkennbaren Beschwerden. Folglich kann das Vorliegen einer Nahrungsmittelallergie aufgrund negativer IgE-Befunde im Blut nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Hier bedarf es zur Absicherung des Verdachts weiterführende Untersuchungen wie z.B. eine diagnostische Auslassdiät.

Andererseits gibt es Patienten mit erhöhten IgE-Werten, die jedoch bei gezielter Allergenbelastung keine allergischen Beschwerden zeigen.

Von daher sind Blutbefunde als alleinige Werte immer unter Vorbehalt zu sehen. Ausschlaggebend für die Diagnosestellung und die damit verbundene Therapieempfehlung sind die Ergebnisse der diagnostischen Auslassdiät.

Diese Vorgehensweise empfiehlt sich auch für die Interpretation der Hautuntersuchungen. Bei Hauttests wird das Allergen in seiner natürlichen Form oder als Extrakt auf die Haut gebracht. Bildet sich eine Quaddel auf der Haut, gilt das als positiver Befund. Doch auch hier sind Abweichungen möglich. So gibt es Patienten mit negativem Hauttest, die aber nach Verzehr des Allergens nachweislich Beschwerden entwickeln.

Damit wird deutlich, dass Allergien nur auf der Basis einer diagnostischen Auslassdiät mit anschließender Provokation sicher nachzuweisen sind.

Demzufolge sollte jeder Verdacht auf eine Allergie durch einen allergologisch spezialisierten Arzt geprüft werden. Unter seiner fachgerechten Anweisung kann die Auslassdiät durchgeführt werden.

Die so ermittelten Befunde bilden die Basis für die sich anschließende Ernährungsumstellung. Denn unabhängig davon welcher Krankheitsmechanismus zugrunde liegt, besteht die Behandlung einer Nahrungsmittelunverträglichkeit in einer Auslassdiät. D.h. die Nahrungsmittel, die die Reaktionen auslösen, werden gezielt gemieden. Fallen wertvolle Nährstofflieferanten wie z.B. Milch weg oder liegen multiple Nahrungsmitteallergien vor, ist eine individuelle Ernährungsberatung medizinisch sinnvoll. Gerade Milch ist in der Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern ein wertvoller Nährstofflieferant. Für eine sichere und beschwerdefreie Entwicklung empfehlen Experten für nicht gestillte Säuglinge sowie für die Zeit nach dem Stillen non-allergene Spezialnahrungen. Weitere Informationen zu Spezialnahrungen finden Sie hier.

Was ist Neocate?

Neocate ist eine Säuglings- und Kindernahrung auf Basis von freien, nicht-allergenen Aminosäuren. Sie bietet eine sichere Ernährung bei Kuhmilchallergie. In Neocate ist alles enthalten, was Ihr Kind für ein gesundes Wachstum und eine gute Entwicklung braucht – ganz ohne Kuhmilchallergene.

Wichtiger Hinweis für die Ernährung Ihres Babys

Stillen ist das Beste für Ihr Baby. Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt, wenn Sie eine Spezialnahrung wie Neocate verwenden möchten.

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