Milchallergie oder Milchunverträglichkeit: Was sind die Unterschiede?

Laktoseintoleranz: Wenn Milch nicht vertragen wird

Neben den Nahrungsmittelallergien gibt es auch andere Unverträglichkeiten

Bei einer Milchunverträglichkeit kommen zwei Ursachen in Frage. Zum einen die Kuhmilchallergie, die sich durch allergische Reaktionen auf die verschiedenen Eiweißkomponenten der Milch zeigt. Zum anderen die bekannteste Form einer Unverträglichkeit der Milch, der Laktoseintoleranz. Hier ist das Immunsytem nicht involviert sondern es handelt sich um eine Unverträglichkeit gegen den Milchzucker, auch Laktose genannt. Allerdings ist die Kuhmilchallergie bei Säuglingen und Kleinkindern viel häufiger und eine Laktoseintoleranz sehr selten. Die Laktoseintoleranz findet sich häufiger bei Schulkindern und Erwachsenen.

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Laktoseintoleranz beim Schulkind oder Erwachsenen

Bei Schulkindern und Erwachsenen äußert sich die Milchzuckerunverträglichkeit mit Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall. Ursache für die Symptome ist ein Mangel an Laktase, einem Verdauungsenzym im Darm. Laktase ist für die Spaltung des Milchzuckers verantwortlich. Fehlt dieses Enzym oder liegt es in zu geringen Mengen vor, kann der Milchzucker nicht oder nur unzureichend gespalten werden. Folglich gelangt dieser unverdaut in tiefere Darmabschnitte, wo er von den Darmbakterien verwertet wird. Die Folge sind dann Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit, Völlegefühl und Durchfall.

Die Diagnose einer Laktoseintoleranz erfolgt mit Hilfe eines Milchzuckerbelastungstest. Als Kennwerte kontrolliert man entweder den Blutzuckerverlauf im Blut oder den Wasserstoffgehalt in der Atemluft.

Je nach der Restaktivität der verfügbaren Laktase unterscheidet man verschiedene Schweregrade. Bei einer leichten Milchzuckerunverträglichkeit können noch bis zehn Gramm Laktose am Tag verzehrt werden, ohne dass Beschwerden auftreten. Bei schweren Verlaufsformen können die Toleranzmengen unter einem Gramm pro Tag liegen. Welche Mengen vertragen werden, muss für jeden individuell getestet werden.

Die Behandlung einer Laktoseintoleranz basiert auf einer milchzuckerarmen- bzw. milchzuckerfreien Ernährung. Verschiedene Milchprodukte enthalten unterschiedliche Mengen an Milchzucker, deshalb können viele Betroffene weiterhin bestimmte Milchprodukte ohne Probleme essen. Der Verzehr von Milch und Milchprodukten ist wichtig für die Versorgung des Körpers mit Nährstoffen wie Kalzium, Phosphor und Eisen. Außerdem gibt es spezielle Milchprodukte, die mit Laktase behandelt sind, wodurch sie frei von Laktose sind. In den Supermärkten steht mittlerweile ein breites Sortiment an geeigneten laktosefreien, bzw. –armen Milchprodukten zur Verfügung.

Die Laktase kann bei Bedarf auch separat gekauft und eingenommen werden, wenn normale Milchprodukte konsumiert werden. Mehr Informationen dazu bekommen Sie beim Arzt und Apotheker.

Laktoseintoleranz bei Säuglingen und Kleinkindern

Muttermilch enthält überwiegend Milchzucker, deshalb verfügen Babys und Kleinkinder von Natur aus und von Geburt an über eine hohe Laktaseaktivität. Sie können Milchzucker sehr gut verdauen und verwerten. Erst später kann die Aktivität dieses Verdauungsenzyms zurückgehen. So sind mehrheitlich Schulkinder und Erwachsene von dieser Verdauungsstörung betroffen.

Daher haben Verdauungsbeschwerden bei Babys und Kleinkindern in den meisten Fällen einen allergischen Hintergrund. Meist ist das Milcheiweiß Grund für die Nahrungsmittelallergie. Für diese Behandlungszwecke sind laktosefreie Säuglingsnahrungen nicht ausreichend, hier sind nur milchfreie, non-allergene Spezialnahrungen sinnvoll.

Manche Spezialnahrungen bei Kuhmilchallergie sind laktosefrei. Hintergrund dafür ist, dass von einer Allergie betroffene Säuglinge und Kleinkinder häufig eine so genannte sekundäre Laktoseintoleranz haben. Das Enzym Laktase wird im Körper in der Darmschleimhaut produziert. Ist die Darmschleimhaut aufgrund einer Kuhmilchallergie entzündet, verringert sich die Laktaseproduktion und die Laktose kann nicht mehr ausreichend verdaut werden. Werden die Kinder dann auf eine Spezialnahrung umgestellt, kann der Darm wieder heilen und der Milchzucker wird nach einiger Zeit wieder vertragen.

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